16 March 2026
Die lost generation zwischen Reformation und Orthodoxie
Wann wird die Reformation selbst zur Tradition? Oder: Wie wird aus der Theologie Luthers »die« lutherische Theologie? Diese Fragen drängen sich in der Zeit zwischen den Jubiläumsjahren 2017 und 2030 mit aller Wucht auf. Die diesem Band zugrundeliegende Tagung anlässlich des 500. Geburtstags von Martin Chemnitz versucht die Pluralität und Dynamik jener Prozesse genauso zu betonen, wie aus systematischen Gründen das reformatorische Erbe in seiner Gänze zur Geltung zu bringen. Dabei wird zunächst Martin Chemnitz exemplarisch analysiert, zweitens das Verhältnis von Reformation und Tradition bei seinen Zeitgenossen beleuchtet sowie drittens Lied und Predigt als exemplarische Praktiken dieser Zeit untersucht, bevor übergreifende theologiegeschichtliche Perspektiven den Abschluss des Buches bilden. Es ist die mit dem Band verbundene Hoffnung, dass die »lost generation« nicht zur vergessenen Generation wird, sondern das Bewusstsein dafür geschärft wird, wie aus dem Aufbruch der Reformation selbst eine Tradition entstanden ist.
Mit Beiträgen von Beims, Klaus-Dieter, Graßmann, Tobias, Jammerthal, Tobias, Klinge, Hendrik, Michel, Stefan, Milde, Jonas, Pfuch, Tilman, Reitzner, Jan, Röser-Israel, Lars, Schmidt, Steffie, Voigt-Goy, Christopher und Christian Volkmar Witt.
Reihe:Leucorea-Studien zur Geschichte der Reformation und der Lutherischen Orthodoxie (LStRLO), Band 46
Hendrik Klinge, Jan Reitzner (Hg.)