Am 6. November 2026 wird in Zweibrücken der dritte Band der Kirchenvisitationsprotokolle des Herzogtums Pfalz-Zweibrücken (1561–1569) vorgestellt. Die Buchpräsentation findet im Rahmen der Kooperationstagung des Vereins für Pfälzische Kirchengeschichte und des Stadtarchivs Zweibrücken statt.
Die Buchpräsentation ist Teil der Kooperationstagung „Herzog Wolfgang in seinen Familien-, Bildungs- und Religions-Beziehungen“, die der Verein für Pfälzische Kirchengeschichte gemeinsam mit dem Stadtarchiv Zweibrücken veranstaltet.
Nachdem 2019 Band I der Kirchenvisitationsprotokolle (1538–1555) und 2022 Band II (1555–1561) erschienen sind, wird 2026 mit Band III (1561–1569) und dem Tod Herzog Wolfgangs ein wichtiger Zeitpunkt erreicht. Die Landeskirche Pfalz-Zweibrücken hat organisatorisch, kirchenrechtlich und theologisch eine feste Form, die durch die von Dr. jur. Ulrich Sitzinger zusammengestellte Kirchenordnung von 1557 und die von Dr. theol. Johannes Marbach verfasste Abendmahlsschrift von 1565 ihre Grundlage besitzt. Beide Schriften wurden auf Anordnung Herzog Wolfgangs zusammengetragen und zeigen das Landeswappen. Die Visitationen der Oberämter Meisenheim und Lichtenberg von 1565 und des Oberamtes Zweibrücken von 1569 schließen jeweils mit einer Synode der Pfarrer- und Lehrerschaft, wobei die Ergebnisse besprochen und die Abendmahlsschrift durch Unterschrift bestätigt wird. Ihr Verfasser war selbst auf weiten Strecken dieser Visitationen der Vorsitzende der Kommission. Da ihn der Rat der Stadt Straßburg ab 1565 für diese Aufgabe nicht mehr freigestellt hatte, übernahm seither der erste Pfarrer der Residenzstadt Zweibrücken, Cunemann Flinsbach, dieses Amt. Er war neben seinem Pfarramt im Nebenamt Generalsuperintendent des Herzogtums. Das Ergebnis dieser äußerst gründlichen Visitationen stellt der nun fertig vorliegende Band III vor.